
Zweites Handy für Ring Kamera oder Türklingel: Person einladen, passende Rechte wählen, Push-Benachrichtigungen einrichten – plus Lösungen, wenn die Einladung nicht ankommt.
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Kurze Antwort
Ja, eine Ring Kamera oder Türklingel lässt sich auf zwei Handys nutzen, ohne dass ihr euch einen Login teilt. Der Kontoinhaber lädt die zweite Person in der Ring App über Nutzerberechtigungen ein. Die zweite Person nimmt die Einladung mit ihrem eigenen Ring-Konto an und sieht danach die freigegebenen Geräte in ihrer App. Die Kamera muss dafür weder zurückgesetzt noch neu gekoppelt werden.
Welcher Fall ist deiner?
- Vorhandene Kamera für eine zweite Person freigeben: Darum geht es in dieser Anleitung. Die andere Person bekommt eine Einladung und nutzt ihr eigenes Konto.
- Eigenes neues Handy mit bestehendem Konto: Ring App installieren und mit deinem bisherigen Ring-Konto anmelden. Eine Freigabe ist dafür nicht nötig, die Kamera bleibt eingerichtet.
- Erstmalige Einrichtung: Die Kamera ist noch gar nicht in der Ring App. Dann richtest du sie zuerst im Konto des Besitzers ein (Gerät einrichten, QR-Code scannen, WLAN wählen) und gibst sie danach frei.
Voraussetzungen
- Die Kamera oder Türklingel ist im Konto des Besitzers eingerichtet und online.
- Beide Handys haben die aktuelle Ring App. Ältere Versionen zeigen die Nutzerberechtigungen teilweise nicht.
- Jede Person hat ein eigenes Ring-Konto oder legt beim Annehmen der Einladung eines an.
- Für die Freigabe selbst ist kein Abo nötig. Ein Abo braucht ihr erst, wenn ihr Cloud-Aufnahmen später ansehen wollt.
Ring Kamera freigeben: Schritt für Schritt

1. Nutzerberechtigungen öffnen (Besitzer-Handy)
Öffne die Ring App auf dem Handy des Kontoinhabers. Tippe auf Menü und dann auf Einstellungen. Alternativ kommst du über das Control Center dorthin. Wähle Nutzerberechtigungen.
2. Person einladen
Tippe auf Nutzer einladen und wähle Familie, Freunde oder Mitarbeitende. Gib Name und E-Mail-Adresse der zweiten Person ein. Nimm die E-Mail-Adresse, mit der sie ihr Ring-Konto nutzt oder anlegen will.
3. Standort, Geräte und Berechtigung wählen
Wähle den Standort und danach die Geräte, die die Person sehen soll. Als Berechtigung stehen beim Einladen Standard oder Eingeschränkt zur Wahl. Prüfe die Übersicht und tippe auf Einladung senden.
Wichtig: Die Stufe Erweitert vergibst du nicht beim Einladen. Sie lässt sich erst danach einstellen, indem du bei einem bereits vorhandenen Nutzer die Berechtigungsstufe änderst.
4. Einladung annehmen (zweites Handy)
Die zweite Person öffnet die Einladungs-E-Mail und meldet sich mit ihrem eigenen Ring-Konto an oder erstellt eines. Alternativ findet sie erhaltene Einladungen in der Ring App unter Nutzerberechtigungen. Laut Ring ist eine Einladung 14 Tage gültig. Nach dem Annehmen kann es bis zu 15 Minuten dauern, bis die Geräte erscheinen.
Welche Rechte hat die zweite Person?
Die Tabelle fasst die Berechtigungsstufen laut Ring-Hilfe zusammen. Einzelne Funktionen können je nach Gerät, Region und Abo abweichen.
Für Partner oder Mitbewohner passt meist Standard: Live-Bild, Benachrichtigungen und Aufnahmen, aber keine Eingriffe in die Einstellungen. Eingeschränkt passt für jemanden, der nur gelegentlich reinschauen soll. Diese Stufe bekommt aber keine Echtzeit-Benachrichtigungen. Erweitert würde ich nur Personen geben, die die Anlage mitverwalten sollen.
Einen Nutzer entfernst du in den Nutzerberechtigungen. Dein Passwort musst du dafür nicht ändern.
Benachrichtigungen auf dem zweiten Handy einrichten
Benachrichtigungen werden auf jedem Smartphone einzeln eingestellt. Wenn auf dem zweiten Handy nichts ankommt, prüfe der Reihe nach:
- Berechtigungsstufe: Mit „Eingeschränkt“ gibt es keine Echtzeit-Benachrichtigungen. Dann auf „Standard“ ändern.
- Ring App: Bewegungs- und Klingelwarnungen für das jeweilige Gerät in der App der zweiten Person einschalten.
- Systemrechte: Mitteilungen für die Ring App erlauben (iOS: Einstellungen → Ring → Mitteilungen; Android: Einstellungen → Apps → Ring → Benachrichtigungen).
- Android: Akku-Optimierung für Ring prüfen. Manche Hersteller beenden Apps im Hintergrund sehr aggressiv.
Fehlersuche
Setz die Kamera bei Freigabeproblemen nicht gleich zurück. Ein Reset löst Einladungsprobleme nicht, du musst danach aber alles neu einrichten.
Warum kein gemeinsamer Login?
Ein gemeinsamer Login funktioniert technisch, gibt der zweiten Person aber volle Kontorechte: Geräte und Aufnahmen löschen, Abo und Kontodaten ändern. Bestätigungscodes der Zwei-Schritt-Verifizierung landen außerdem nur bei einer Person. Mit einer Freigabe bestimmst du die Rechte selbst und entziehst den Zugriff mit einem Tipp.
Ring-Abo, Amazon-Konto und Alexa
Abo: Für die Freigabe nicht nötig. Wer Cloud-Aufnahmen nachträglich ansehen will, braucht bei den meisten Ring-Geräten ein Abo. Die Tarife ändern sich regelmäßig, aktuelle Infos stehen bei Ring.
Amazon-Konto: Die Verknüpfung mit einem Amazon-Konto ist für die Kamerafreigabe nicht nötig.
Alexa: Alexa ist nicht der Weg, eine Kamera freizugeben. Für geteilte Nutzer gelten bei Alexa Einschränkungen, zum Beispiel bei Ansagen und Klingelbenachrichtigungen. Details stehen auf der Ring-Hilfeseite zu geteilten Nutzern und Alexa.
Ring Kamera oder Türklingel kaufen
Die Freigabe funktioniert bei Ring Kameras und Türklingeln gleich. Wenn du noch kein Gerät hast: Am Hauseingang ist eine Videotürklingel oft sinnvoller als eine zusätzliche Kamera, weil Klingeln und Gegensprechen auf beiden Handys ankommen.
Weiterführende Anleitungen
- Tapo Kamera auf zwei Handys nutzen
- Reolink Kamera teilen
- EufyCam C37 mit zwei Handys teilen
- Ring oder Reolink Kamera: was ist besser?
- DSGVO-konforme Videoüberwachung in Deutschland
Quellen
Ich habe die Schritte mit der Herstellerdokumentation von Ring abgeglichen (Zugriff am 09.10.2026). Die Grafik oben ist eine schematische Illustration und zeigt keine echten App-Screenshots. Menünamen können sich mit App-Updates ändern.
- Ring: Geteilte Nutzer verwalten
- Ring: Fehlerbehebung bei Einladungen für geteilte Nutzer
- Ring: Geteilte Nutzer und Alexa
Fazit
Über die Nutzerberechtigungen ist eine Ring Kamera schnell auf einem zweiten Handy. Jede Person behält ihr eigenes Konto, und für die meisten Haushalte passt die Stufe Standard. Wenn etwas nicht klappt, liegt es meist an der E-Mail-Adresse, einer abgelaufenen Einladung oder an den Benachrichtigungseinstellungen, nicht an der Kamera.

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Häufig gestellte Fragen
Kann ich eine Ring Kamera auf zwei Handys gleichzeitig nutzen?+
Ja. Der Kontoinhaber lädt die zweite Person in der Ring App über Nutzerberechtigungen ein. Die zweite Person nimmt die Einladung mit ihrem eigenen Ring-Konto an und sieht danach die freigegebenen Geräte. Ein gemeinsamer Login ist nicht nötig.
Muss die Kamera für die zweite Person zurückgesetzt werden?+
Nein. Die Kamera bleibt im Konto des Besitzers eingerichtet. Die zweite Person bekommt nur eine Freigabe.
Wie lange ist eine Ring-Einladung gültig?+
Laut Ring 14 Tage. Nach dem Annehmen kann es bis zu 15 Minuten dauern, bis die Geräte in der App der zweiten Person erscheinen.
Wie vergebe ich die Stufe Erweitert?+
Beim Einladen stehen Standard oder Eingeschränkt zur Wahl. Erweitert stellst du danach ein, indem du die Berechtigungsstufe eines vorhandenen Nutzers in den Nutzerberechtigungen änderst.
Brauche ich für geteilte Nutzer ein Ring-Abo?+
Für die Freigabe nicht. Ein Abo ist bei den meisten Ring-Geräten nötig, wenn ihr Cloud-Aufnahmen später ansehen wollt.
Warum bekommt das zweite Handy keine Benachrichtigungen?+
Häufige Ursachen: Die Person hat die Stufe Eingeschränkt, die Bewegungs- oder Klingelwarnungen sind in ihrer Ring App nicht eingeschaltet, oder die Mitteilungen für die Ring App sind im Betriebssystem deaktiviert.
Wie entferne ich eine Person wieder?+
In der Ring App des Kontoinhabers unter Nutzerberechtigungen die Person auswählen und entfernen. Das eigene Passwort muss dafür nicht geändert werden.



