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    Überwachungskamera Konfigurator – Kameras, NVR, PoE und Speicher berechnen

    Beantworte fünf einfache Fragen und du bekommst eine komplette technische Orientierung: wie viele Kameras, welche Auflösung, welcher Rekorder, welcher PoE-Switch und wie viel Speicher du brauchst – plus passende Produkte. Kostenlos, ohne Anmeldung.

    1. 1Objekt
    2. 2Kameras
    3. 3Technik
    4. 4Aufnahme
    5. 5Budget
    6. → Ergebnis

    Wo möchtest du Kameras einsetzen?

    Objekt und Umgebung entscheiden über Kameratyp, Wetterschutz und Montageart. Mehrfachauswahl möglich.

    Welche Bereiche möchtest du überwachen?

    Daraus berechne ich die sinnvolle Kameraanzahl – und ob du Innen- oder Außenkameras brauchst.

    Wie viele Überwachungskameras brauche ich?

    Die ehrliche Antwort: so viele, wie du Zugänge hast – nicht so viele, wie ins Set passen. Bei einem normalen Einfamilienhaus sind das meist vier Kameras: Hauseingang, Einfahrt, Terrasse und Hintereingang. Bei einem Reihenhaus reichen oft zwei, bei einem Grundstück mit Nebengebäuden werden es schnell sechs bis acht.

    Was ich in der Praxis regelmäßig sehe: Sechs Kameras, die alle dieselbe Hausfront zeigen, und die Rückseite ist blind. Geh einmal um dein Objekt herum und notiere jeden Punkt, an dem jemand hineinkommt. Genau so viele Kameras brauchst du – plus eine Übersichtskamera, wenn du eine größere Fläche hast.

    Wenn du die Positionen maßstabsgetreu prüfen willst, nutze anschließend den CCTV-Abdeckungsplaner – dort siehst du Blickwinkel, DORI-Zonen und Überlappungen direkt auf deinem Grundriss.

    Welchen NVR brauche ich?

    Netzwerkrekorder gibt es praktisch nur in 4, 8, 16 und 32 Kanälen. Deshalb ist die Frage nicht „welche Kanalzahl passt exakt", sondern „welche Kanalzahl lässt mir Reserve". Bei sechs Kameras nimmst du also keinen 8-Kanal-NVR, weil er schön aussieht, sondern weil ein 6-Kanal-Gerät gar nicht existiert – und weil praktisch jede Anlage nach einem Jahr wächst.

    • 1–3 Kameras → 4 Kanäle
    • 4–6 Kameras → 8 Kanäle
    • 7–12 Kameras → 16 Kanäle
    • 13–25 Kameras → 32 Kanäle

    Achte außerdem auf zwei Dinge: die maximale Auflösung pro Kanal (ein günstiger NVR bremst 12-MP-Kameras aus) und die Anzahl der Festplatteneinschübe. Ein Gerät mit zwei Schächten verdoppelt später den Speicher ohne Neukauf.

    Wie viel Speicher brauche ich?

    Die Formel ist einfacher, als sie klingt: Bitrate in Mbps × 3600 Sekunden ÷ 8 ÷ 1000 ergibt Gigabyte pro Kamera und Stunde. Das mal Aufzeichnungsstunden pro Tag, mal Anzahl Kameras, mal Aufbewahrungstage.

    Typische Bitraten mit H.265+: 2 Mbps bei Full HD, ca. 3,5 Mbps bei 4 MP, ca. 4,5 Mbps bei 5 MP und ca. 8 Mbps bei 4K. Bewegungsaufzeichnung senkt den Bedarf grob um 60 Prozent gegenüber 24/7 – wobei das stark davon abhängt, wie viel an deinem Objekt tatsächlich los ist. Eine Kamera an einer belebten Straße läuft praktisch durchgehend.

    Für die exakte Rechnung inklusive RAID-Reserve und PDF-Export gibt es den CCTV-Speicherplatzrechner.

    PoE oder WLAN?

    PoE bedeutet: ein Netzwerkkabel versorgt die Kamera mit Strom und überträgt gleichzeitig das Bild. Kein Netzteil an der Fassade, keine Funkstörung, kein Akkuwechsel. Deshalb ist PoE immer die erste Wahl, wenn Kabelverlegung möglich ist.

    WLAN ist die Lösung für Mietwohnungen, Bestandsgebäude und Fälle, in denen nicht gebohrt werden darf. Aber sei realistisch: Mehr als vier WLAN-Kameras in einem Netz werden erfahrungsgemäß instabil, besonders bei Stahlbeton. Und Strom brauchst du trotzdem an jeder Kamera.

    Solar ist die dritte Variante – ganz ohne Kabel, dafür nur Bewegungsaufzeichnung. Für Grundstücke, Gartenhäuser und Baustellen oft die einzige praktikable Lösung. Das PoE-Budget deines Switches kannst du mit dem PoE-Rechner inklusive Spannungsabfall prüfen.

    Welche Auflösung ist sinnvoll?

    Nicht die Megapixel entscheiden, sondern die Pixel pro Meter am Zielobjekt. Eine 4K-Kamera, die 60 Meter weit schaut, liefert weniger erkennbares Detail als eine 4-MP-Kamera auf 8 Meter Distanz. Faustregel aus der Praxis:

    • bis 10 m → 4 MP reichen für Gesichtserkennung
    • 10–20 m → 5 MP
    • 20–30 m → 4K / 8 MP
    • über 30 m → 4K plus Teleobjektiv oder PTZ mit optischem Zoom

    Und bedenke: Jede Verdopplung der Auflösung verdoppelt grob den Speicherbedarf. 4K überall ist selten die wirtschaftlichste Entscheidung.

    Welche Festplatte brauche ich?

    Eine Surveillance-Festplatte, keine Desktop-Platte. Der Unterschied ist nicht Marketing: Überwachungsplatten sind für dauerhaftes Schreiben mit vielen parallelen Streams ausgelegt und vertragen den 24/7-Betrieb. Normale Platten sterben im NVR häufig nach ein bis zwei Jahren – meist genau dann, wenn man die Aufnahme braucht.

    Größe: Nimm die nächste Kapazität über deinem berechneten Bedarf. Eine Platte, die zu 100 Prozent gefüllt permanent überschreibt, hat mehr Verschleiß als eine mit 30 Prozent Luft.

    Was kostet ein komplettes Überwachungskamera-System?

    AusbaustufeUmfangGrober Rahmen
    Einstieg4 Kameras WLAN-Set mit Rekorder und 1 TBca. 300–450 €
    Solide DIY4 PoE-Kameras, NVR, 2–4 TB, Switch, Kabelca. 500–900 €
    Gehoben8 Kameras 4K, 16-Kanal-NVR, 6–8 TB, managed Switchca. 1.200–2.200 €
    Gewerbe12–16 Kameras, Redundanz, VLAN, USVab ca. 3.000 €

    Die Spannen sind Materialkosten für Selbstmontage und ändern sich laufend. Prüfe den aktuellen Preis immer direkt beim Händler.

    Häufige Fragen zum Überwachungskamera-Konfigurator

    Wie viele Überwachungskameras brauche ich für ein Einfamilienhaus?

    In der Praxis sind es meist vier: Hauseingang, Einfahrt, Terrasse und Hintereingang. Entscheidend ist nicht die Anzahl, sondern dass jeder Zugang abgedeckt ist. Zwei gut positionierte Kameras bringen mehr als sechs schlecht ausgerichtete.

    Welchen NVR brauche ich für 6 Kameras?

    Einen 8-Kanal-NVR. Rekorder gibt es sinnvoll nur in 4, 8, 16 und 32 Kanälen, und fast jede Anlage wächst. Mit 8 Kanälen hast du zwei Reserveplätze, ohne nennenswerten Aufpreis.

    Wie viel Speicher brauche ich für 4 Kameras und 14 Tage?

    Mit 4K-Kameras, H.265+ und Bewegungsaufzeichnung rund 1,5 bis 2 TB. Bei durchgehender 24/7-Aufzeichnung eher 4 TB. Der Konfigurator rechnet dir das mit deinen Werten aus.

    PoE oder WLAN – was ist besser für Überwachungskameras?

    PoE, wann immer ein Kabel möglich ist: ein Kabel für Strom und Daten, keine Funkabbrüche, 24/7-Aufzeichnung. WLAN ist die Notlösung, wenn nicht gebohrt werden darf – und braucht trotzdem Strom an der Kamera.

    Welche Auflösung ist für Überwachungskameras sinnvoll?

    Bis etwa 10 Meter reichen 4 MP. Zwischen 10 und 20 Metern sind 5 MP sinnvoll, darüber 4K/8 MP. Ab 30 Metern hilft mehr Auflösung allein nicht weiter – dann brauchst du ein Teleobjektiv oder eine PTZ mit optischem Zoom.

    Welche Festplatte gehört in einen NVR?

    Eine Surveillance-Platte wie die WD Purple. Sie ist für Dauerschreiblast im 24/7-Betrieb gebaut. Desktop-Platten fallen im Rekorder oft nach ein bis zwei Jahren aus.

    Wie viel Watt braucht ein PoE-Switch für 8 Kameras?

    Rechne mit 6 bis 8 Watt pro 4K-Kamera, also rund 64 Watt, plus 20 Prozent Reserve. Ein Switch mit mindestens 80 Watt PoE-Budget passt. PTZ-Kameras mit Scheinwerfern brauchen deutlich mehr, bis etwa 24 Watt pro Stück.

    Was kostet eine komplette Überwachungsanlage?

    Ein 4-Kamera-PoE-Set mit Rekorder und Festplatte liegt meist zwischen 450 und 700 Euro. Einzelkomponenten in besserer Qualität landen bei 800 bis 1.500 Euro. Nach oben ist es offen, nach unten wird es unter 300 Euro technisch dünn.

    Brauche ich einen Rekorder oder reicht eine Speicherkarte?

    Bis zwei Kameras reicht eine Endurance-microSD-Karte. Ab drei bis vier Kameras ist ein NVR sinnvoller: zentrale Suche, längere Aufbewahrung und die Aufnahmen sind nicht weg, wenn jemand die Kamera abreißt.

    Wie lange darf ich Videoaufnahmen speichern?

    Für private Videoüberwachung gelten in Deutschland meist 72 Stunden als angemessen, im Gewerbe je nach Zweck bis zu wenigen Wochen. Längere Fristen musst du begründen können. Ein Hinweisschild nach Art. 13 DSGVO ist Pflicht.

    Welche Nachtsicht-Reichweite brauche ich?

    Die IR-Reichweite sollte über der zu überwachenden Distanz liegen. Bis 20 Meter reichen Kameras mit 30 Metern IR. Für 30 bis 50 Meter brauchst du 50 bis 80 Meter IR – oder Farb-Nachtsicht mit Spotlight.

    Kann ich Kameras verschiedener Hersteller mischen?

    Über ONVIF meist ja, aber du verlierst Komfortfunktionen wie KI-Erkennung oder Push-Meldungen. Für ein sauberes System bleibe innerhalb einer Marke, solange es geht.

    Wie lang darf das Netzwerkkabel zur PoE-Kamera sein?

    Bis 100 Meter je Strecke – aber nur mit Verlegekabel mit AWG23-Volldraht. Dünne Patchkabel verlieren deutlich früher Spannung. Über 90 Meter setzt du einen PoE-Extender oder rückst den Switch näher heran.

    Was bringt H.265+ gegenüber H.264?

    Grob die Hälfte bis ein Drittel des Speicherbedarfs bei gleicher Bildqualität. Wenn dein Rekorder und deine Kameras H.265+ können, schalte es ein – es ist der günstigste Speicherzuwachs überhaupt.

    Lohnen sich Solar-Überwachungskameras?

    Überall dort, wo kein Strom liegt: Grundstück, Gartenhaus, Baustelle. Sie zeichnen aber nur bei Bewegung auf. Wer durchgehende Aufnahmen braucht, kommt an PoE nicht vorbei.

    Brauche ich ein Abo für Überwachungskameras?

    Nein. Alle im Konfigurator empfohlenen Systeme zeichnen lokal auf – auf Festplatte im NVR oder auf Speicherkarte. Cloud-Abos sind Komfort, keine Voraussetzung.

    Ist der Konfigurator kostenlos?

    Ja, vollständig und ohne Anmeldung. Es gibt keine E-Mail-Abfrage und kein Kontaktformular. Finanziert wird das Tool über Affiliate-Links zu den empfohlenen Produkten.

    Kostenloser Rechner von OBJEXA SECURE. Die Ergebnisse dienen als technische Orientierung. Tatsächliche Anforderungen können je nach Objekt, Kameramodell und Einstellungen abweichen – eine Vor-Ort-Planung ersetzt der Konfigurator nicht. Produktlinks sind Affiliate-Links: klickst du darauf und kaufst, erhalte ich eine kleine Provision, für dich ändert sich am Preis nichts.