Vier Notrufarmbänder und Notrufuhren für Senioren mit SOS-Knopf und GPS im Vergleich 2026
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    Technik & Vergleich16. August 202613 Min. Lesezeit

    Bestes Notrufarmband für Senioren 2026: SOS & GPS ohne Abo

    Vier Notrufarmbänder mit SOS-Knopf und GPS im ehrlichen Vergleich: Telekom x one Button Phone, James B8, one button phone und tellimed Carino 4G – mit Sturzerkennung, Akkulaufzeit, SIM-Frage und echten 5-Jahres-Kosten.

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    Notrufarmbänder für Senioren sind das Thema, bei dem ich am häufigsten falsch beratene Kunden erlebe. Nicht weil die Geräte schlecht wären – sondern weil im Prospekt „ohne Abo“ steht und drei Monate später trotzdem eine monatliche Rechnung kommt. Ich installiere und konfiguriere seit Jahren Sicherheits- und Kommunikationstechnik, und bei Notrufgeräten gilt dieselbe Regel wie bei Kameras: Entscheidend ist nicht der Knopf, sondern was hinter dem Knopf passiert.

    In diesem Vergleich schaue ich mir vier aktuelle Geräte an, die auf Amazon.de real verfügbar sind – ehrlich, inklusive der Punkte, die die Hersteller lieber klein drucken: Deutsche Telekom x one Button Phone, James B8, one button phone Notfallarmband und tellimed Carino 4G.

    Transparenz: Dieser Beitrag enthält Amazon-Affiliate-Links. Kaufen Sie darüber, bekomme ich eine kleine Provision – für Sie ändert sich der Preis nicht. Damit finanziere ich meine kostenlosen Planungs-Tools. Alle technischen Angaben stammen aus den Herstellerangaben der Produktseiten (Stand: August 2026); Preise und Tarife ändern sich, prüfen Sie den Tagespreis vor dem Kauf.

    Kurzantwort: Welches Notrufarmband für welchen Fall?

    • Gesamtsieger – wenn es im Ernstfall einfach funktionieren muss: das Deutsche Telekom x one Button Phone. Ein-Knopf-Bedienung, 4G LTE im Telekom-Netz, Kaskadenruf an mehrere Kontakte, GPS-Position per SMS, Vitalwerte in der App. Wichtig zu wissen: Es ist nicht abofrei – der Tarif Smart Connect S kostet 4,95 €/Monat bei 24 Monaten Mindestlaufzeit.
    • Bester Rundum-Schutz mit Sturzerkennung: die James B8 Notruf- und Sicherheitsuhr – Sturzsensor, Sprechverbindung, EU-weit inkl. Schweiz, SIM fest verbaut. Auch hier gilt: Abo ab ca. 9,90 €/Monat nach zwei Gratismonaten.
    • Wirklich ohne Abo, mit voller Ausstattung: das one button phone Notfallarmband – freie Tarifwahl über 4G, Sturzsensor, 10 Kontakte, 3 Notrufnummern, App. Höchster Kaufpreis, dafür keine Vertragsbindung.
    • Günstigster echter Abo-Verzichter: das tellimed Carino 4G – eigene Nano-SIM einlegen, fertig. Bis zu 7 Tage Akku, IPX6, kostenloser Einrichtungsservice aus Deutschland.

    Die unbequeme Wahrheit vorweg: „ohne Abo“ heißt bei diesen Geräten nie „ohne laufende Kosten“. Jedes Gerät braucht eine SIM-Karte mit Mobilfunkverbindung. Der Unterschied ist nur, wem Sie die 3 bis 10 Euro im Monat zahlen – dem Hersteller (Abo) oder einem frei gewählten Discounter-Tarif (kein Abo).

    Platz 1: Deutsche Telekom x one Button Phone – die zuverlässigste Verbindung

    Deutsche Telekom x one Button Phone – 4G LTE Notrufuhr für Senioren mit SOS-Knopf, GPS-Ortung und Telefonfunktion
    Deutsche Telekom x one Button Phone: 4G-Notrufuhr mit Ein-Knopf-Bedienung und GPS – klicken zum Angebot.

    Warum steht ausgerechnet dieses Gerät auf Platz 1, obwohl es 279 € kostet und einen Tarif braucht? Weil bei einem Notrufgerät genau eine Sache zählt: Kommt der Ruf durch? Und da spielt das Telekom-Netz in Deutschland – gerade in ländlichen Regionen – schlicht in einer anderen Liga als billige Multi-SIM-Lösungen.

    • Ein-Knopf-Bedienung: Alle Funktionen laufen über eine einzige Taste. Kein Menü, kein Wischen, keine Fehlbedienung – das ist der Punkt, an dem klassische Smartwatches bei Senioren scheitern.
    • Kaskadenruf: Sie hinterlegen einen Direktwahlkontakt und zwei weitere Nummern. Nimmt der Erste nicht ab, wählt das Gerät automatisch den Nächsten.
    • Standortübermittlung per SMS: Ohne aktives GPS wird die Position der Funkzelle gesendet, mit aktivem GPS ein Maps-Link.
    • App für Angehörige: GPS-Position, Akkustand, Netzsignalstärke, Vitaldaten – und Sie können mehrere Geräte in einer App verwalten (praktisch bei zwei Elternteilen).
    • Vitalfunktionen: Uhrzeit, Datum, Schrittzähler, Puls- und Blutdruckmessung, Datenexport möglich. Wichtig: Das sind Consumer-Sensoren, kein Medizinprodukt – als Trend brauchbar, als Diagnose nicht.
    • Bonus: 30 € Amazon-Gutschein nach der SIM-Aktivierung – rechnerisch sinkt der Einstiegspreis damit auf rund 249 €.

    Was Sie wissen müssen, bevor Sie kaufen: Der Tarif *Telekom Smart Connect S* kostet 4,95 €/Monat (500 MB, 100 Minuten, 100 SMS; danach 9 Cent pro Minute bzw. SMS) und hat 24 Monate Mindestlaufzeit. Über fünf Jahre sind das rund 297 € an Tarifkosten. Wer strikt „keine Vertragsbindung“ will, ist hier falsch – wer maximale Netzsicherheit will, richtig.

    Der Akku-Punkt, den fast alle übersehen: Mit dauerhaft aktivem GPS sinkt die Standby-Zeit laut Hersteller von 4 Tagen auf unter 12 Stunden. Das ist kein Mangel des Geräts, sondern Physik – GPS-Empfänger sind Stromfresser. In der Praxis heißt das: GPS nur bei Bedarf über die App aktivieren, sonst reicht die Funkzellen-Ortung völlig aus. Wer täglich lädt, ist auf der sicheren Seite; wer das nicht sicher schafft, sollte GPS dauerhaft aus lassen.

    Platz 2: James B8 – Sturzerkennung und echte Sprechverbindung

    James B8 Notruf- und Sicherheitsuhr für Senioren mit GPS, Sturzerkennung, SOS-Knopf und Pulsmessung
    James B8: Notrufuhr mit Sturzsensor, fest verbauter SIM und EU-weiter Abdeckung – klicken zum Angebot.

    Die James B8 ist mit rund 193 € das preiswerteste Gerät im Feld und funktional das kompletteste – wenn man das Abo akzeptiert. Sie ist bei 75 Bewertungen mit 3,7 von 5 Sternen bewertet, was ehrlich gesagt genau zu meiner Einschätzung passt: technisch stark, aber mit Reibungspunkten.

    • SOS mit Sprachverbindung: Nach dem Alarmknopf ruft die Uhr die hinterlegten Kontakte nacheinander an, bis jemand abnimmt – der Träger kann über die Uhr sprechen und hören. Das ist der entscheidende Unterschied zu reinen SMS-Alarmgebern.
    • Sturzerkennung: Ein Beschleunigungssensor erkennt Stürze und löst selbstständig aus. Der Hersteller sagt selbst offen, dass es je nach Trageverhalten zu Fehlalarmen kommen kann (Aufstützen, Anstoßen an Möbeln). Der Sensor lässt sich in App und Nutzerportal deaktivieren.
    • GPS-Echtzeitposition auf einer Karte, zusätzlich wird beim Notruf automatisch der Auslöseort registriert.
    • Fest verbaute SIM, die sich ins jeweils stärkste Netz einbucht – funktioniert EU-weit inklusive Schweiz. Eigene SIM-Karten sind nicht möglich.
    • 580 mAh Akku, RTOS-System – kein Android, dadurch sparsam und stabil.

    Der Haken: Zwei Gratismonate sind im Kaufpreis enthalten, ab dem dritten Monat kostet der James-Notruftarif ab 9,90 €/Monat (Jahresabo). Über fünf Jahre: rund 570 € zusätzlich. Damit ist die vermeintlich günstigste Uhr über die Laufzeit die teuerste im Test. Dafür bekommen Sie eine europaweit funktionierende Notrufkette, um die Sie sich nie kümmern müssen.

    Mein Rat aus der Praxis: Die Sturzerkennung ist der Grund, dieses Gerät zu kaufen – aber nur, wenn tatsächlich ein Sturzrisiko besteht. Bei mobilen, aktiven Senioren erzeugt sie mehr Fehlalarme als Nutzen, und nichts untergräbt Vertrauen in ein Notrufsystem schneller als drei Fehlalarme in einer Woche.

    Platz 3: one button phone Notfallarmband – die abofreie Vollausstattung

    one button phone Notfallarmband für Senioren mit SOS-Taste, GPS-Ortung, Sturzsensor und Familien-App ohne Abo
    one button phone Notfallarmband: freie Tarifwahl über 4G, Sturzsensor, 10 Kontakte – klicken zum Angebot.

    Das one button phone Notfallarmband ist mit 299 € das teuerste Gerät im Vergleich – und trotzdem für viele die rechnerisch günstigste Wahl. Grund: Alle Funktionen sind im Kaufpreis enthalten. Eine Partner-SIM liegt bei, ist aber nicht verpflichtend; dank 4G-Technik wählen Sie den Mobilfunkanbieter frei. Ein Discounter-Tarif für 3–5 €/Monat reicht völlig.

    • SOS-Kaskade an bis zu 3 Notfallkontakte, dazu Standort per SMS – über Funkmast oder als GPS-Kartenlink.
    • GPS schaltet sich nach 30 Minuten automatisch ab, um Akku zu sparen. Das ist genau die Lösung des Problems, das die Telekom-Uhr hat – clever gelöst.
    • Sturzsensor mit 3 Empfindlichkeitsstufen, komplett abschaltbar. Für mich der beste Kompromiss im Testfeld, weil Sie Fehlalarme selbst justieren können.
    • 10 Telefonkontakte plus 3 separate Notrufnummern – der Träger kann also normal telefonieren, ohne das Handy dabeizuhaben.
    • Ein-Knopf-Bedienung und App-Fernkonfiguration durch Angehörige (GPS-Position, Akkustand, Signalstärke).
    • 680 mAh Akku – der größte im Vergleich.

    Bewertet mit 4,0 von 5 Sternen bei 89 Rezensionen – der beste Wert unter den Geräten mit nennenswerter Rezensionsbasis. Vergleich.org führt das Gerät mit „SEHR GUT“; das ist ein Vergleichsportal-Urteil, kein Labortest der Stiftung Warentest – bitte entsprechend einordnen.

    Ehrlich gerechnet: 299 € Kaufpreis plus rund 4 €/Monat Prepaid-Tarif ergeben über 5 Jahre etwa 539 € – gegenüber rund 576 € bei der Telekom-Uhr und rund 763 € bei der James B8. Und Sie können jederzeit den Anbieter wechseln.

    Platz 4: tellimed Carino 4G – der pragmatische Preis-Leistungs-Tipp

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    tellimed Carino 4G: Notrufarmband ohne Abo mit eigener Nano-SIM, IPX6 und bis zu 7 Tagen Akku – klicken zum Angebot.

    Das tellimed Carino 4G ist das Gerät, das ich empfehle, wenn jemand sagt: „Ich will keine Verträge, keine App-Abos, keinen Schnickschnack – nur einen Knopf, der Hilfe holt.“ Mit 309 Bewertungen bei 3,9 von 5 Sternen ist es außerdem das am breitesten getestete Modell im Feld.

    • 3 Sekunden Knopfdruck löst den Notruf aus – bewusst so lang, damit es keine versehentlichen Alarme in der Jackentasche gibt. Die SOS-Kontakte werden nacheinander angerufen und erhalten die GPS-Position per SMS.
    • Komplett ohne Abo: GPS-Ortung (frei ein- und ausschaltbar), 4G, Telefonfunktion, Lautsprecher und Mikrofon – alles ohne laufende Herstellergebühr.
    • Bis zu 7 Tage Akkulaufzeit plus Batterieüberwachung – der längste Wert im Vergleich. Für Menschen, die das tägliche Laden vergessen, ist das der wichtigste Punkt überhaupt.
    • IPX6 wasserdicht – Regen und Händewaschen kein Problem. Nicht zum Duschen oder Baden geeignet; das können übrigens alle vier Geräte nicht zuverlässig.
    • Kostenloser Einrichtungsservice: tellimed programmiert das Armband auf Wunsch aus der Ferne. In der Praxis ist genau das der Grund, warum bei diesem Gerät weniger Retouren anfallen als bei Billigimporten.
    • Deutscher Anbieter mit eigener Notrufzentrale in Kalkar.

    Der Haken: Es liegt keine SIM-Karte bei, und Multi- bzw. Partner-SIMs funktionieren nicht. Sie brauchen also eine eigene Nano-SIM mit Prepaid-Guthaben und müssen selbst daran denken, das Guthaben aufzuladen – ein leeres Prepaid-Konto ist ein totes Notrufgerät. Mein Tipp: Tarif mit automatischer Aufladung wählen und die SMS-Erinnerung an ein Angehörigen-Handy weiterleiten lassen.

    Auch kein Sturzsensor: Das Carino reagiert nur auf den bewusst gedrückten Knopf. Wer nach einem Sturz bewusstlos ist, wird damit nicht gefunden – dafür brauchen Sie Platz 2 oder 3.

    Der direkte Vergleich: alle vier Notrufarmbänder in einer Tabelle

    KriteriumTelekom x one Button PhoneJames B8one button phonetellimed Carino 4G
    Kaufpreis (Stand 08/2026)279 €192,78 €299 €Amazon-Tagespreis prüfen
    Laufende Herstellergebühr4,95 €/Monat, 24 Mon. Bindungab 9,90 €/Monatkeinekeine
    SIM-Karteinklusive (Telekom)fest verbaut, EU + CHPartner-SIM liegt bei, freie Wahlnicht enthalten (eigene Nano-SIM)
    Mobilfunk4G LTE Telekom4G, stärkstes Netz EU-weit4G, freie Anbieterwahl4G, freie Anbieterwahl
    SOS-Kaskade3 Kontaktemehrere Kontakte3 Notruf + 10 Telefonkontaktemehrere SOS-Kontakte
    Sprechverbindung über das GerätJaJaJaJa
    GPS-OrtungJa (App-aktiviert)Ja, Echtzeit-KarteJa, Auto-Aus nach 30 Min.Ja, frei schaltbar
    SturzerkennungNeinJaJa, 3 StufenNein
    VitaldatenPuls, Blutdruck, SchrittePuls, GesundheitsfunktionenPuls und VitaldatenNein
    Akku / Laufzeit4 Tage Standby (unter 12 h mit GPS)580 mAh680 mAhbis zu 7 Tage
    WasserschutzspritzwassergeschütztspritzwassergeschütztspritzwassergeschütztIPX6
    Amazon-Bewertung5,0 (nur 2 Rezensionen)3,7 (75)4,0 (89)3,9 (309)
    Kosten über 5 Jahre (gerechnet)ca. 576 €ca. 763 €ca. 539 €ca. 240–360 €

    Die 5-Jahres-Werte sind kalkuliert: Kaufpreis plus Tarifkosten (bei den abofreien Geräten mit rund 4 €/Monat Prepaid gerechnet). Beim tellimed hängt die Summe vom aktuellen Tagespreis ab – die Tarifseite bleibt in jedem Fall die günstigste im Feld.

    „Ohne Abo“ – was das technisch wirklich bedeutet

    Das ist der Punkt, an dem die meisten Käufe schiefgehen. Ein mobiles Notrufarmband ist technisch ein kleines 4G-Telefon am Handgelenk. Es braucht zwingend eine aktive Mobilfunkverbindung, sonst passiert beim Knopfdruck exakt nichts. Es gibt genau drei Modelle:

    • Hersteller-Abo (James B8): SIM fest verbaut, Netzwahl automatisch, monatliche Gebühr, dafür null Verwaltungsaufwand. Teuerste, aber ausfallsicherste Variante für Angehörige, die sich um nichts kümmern wollen.
    • Gebundener Tarif (Telekom): günstiger als das reine Notruf-Abo, aber mit 24 Monaten Laufzeit. Vorteil: bestes Netz, ein Ansprechpartner, ein Rechnungsempfänger.
    • Freie SIM (one button phone, tellimed): keine Herstellergebühr, dafür sind Sie verantwortlich – SIM bestellen, PIN-Abfrage deaktivieren, Guthaben überwachen. Günstigste Variante, verlangt aber eine Person in der Familie, die das im Blick behält.

    Wichtigster Einrichtungsschritt überhaupt: Bei einer eigenen SIM-Karte müssen Sie die PIN-Abfrage deaktivieren, bevor Sie sie einlegen. Sonst startet das Armband nach jedem Akkuwechsel ohne Netz – und niemand merkt es, bis es zu spät ist. Das mache ich vorher immer im Handy: SIM einlegen, PIN-Abfrage aus, testen, dann ins Armband.

    Hausnotruf vs. mobiles Notrufarmband: die ehrliche Abgrenzung

    Keines dieser vier Geräte ist ein klassischer Hausnotruf mit 24/7-Leitstelle. Bei allen vieren gehen die Notrufe an private Kontakte – Kinder, Nachbarn, Betreuer. Nimmt niemand ab, passiert nichts weiter. Ein Leitstellen-Hausnotruf (etwa über DRK, Johanniter oder Malteser) kostet monatlich mehr, hat aber garantiert jemanden am anderen Ende, rund um die Uhr.

    • Mobiles Armband sinnvoll bei: aktiven Senioren, die viel unterwegs sind, Gartenarbeit machen, spazieren gehen. Der Hausnotruf endet an der Haustür – hier liegt der eigentliche Mehrwert.
    • Leitstellen-Hausnotruf sinnvoll bei: alleinlebenden Personen mit hohem Risiko, ohne verlässliche Kontaktpersonen in der Nähe.
    • Beides kombinieren ist der Standard, den ich empfehle: Hausnotruf für drinnen, Armband für draußen. Wichtig: Ein Pflegegrad kann bei der Kostenübernahme des Hausnotrufs helfen – die Pflegekasse übernimmt hier unter Voraussetzungen einen Zuschuss. Für die reinen Amazon-Armbänder gilt das in der Regel nicht, weil sie keine Hilfsmittelnummer haben. Fragen Sie das im Zweifel vor dem Kauf bei Ihrer Pflegekasse ab.

    Meine Praxis-Checkliste vor dem Kauf

    • Netzabdeckung am Wohnort prüfen. Auf dem Land entscheidet das alles. Wenn das eigene Handy im Garten schon kein Netz hat, wird ein Armband mit Discounter-SIM es auch nicht haben – dann führt an der Telekom-Variante kaum ein Weg vorbei.
    • Wer nimmt den Notruf entgegen? Mindestens zwei, besser drei erreichbare Kontakte – und einer davon sollte in unter 15 Minuten vor Ort sein können.
    • Ladedisziplin realistisch einschätzen. Wer täglich laden vergisst, braucht das Gerät mit 7 Tagen Laufzeit, nicht das mit den meisten Funktionen.
    • Sturzrisiko ehrlich bewerten. Sturzsensor nur kaufen, wenn er wirklich gebraucht wird – sonst überwiegen die Fehlalarme.
    • Testalarm nach der Einrichtung. Einmal wöchentlich in den ersten vier Wochen, danach monatlich. Ein ungetestetes Notrufsystem ist eine Illusion von Sicherheit – dasselbe predige ich bei Alarmanlagen auch.
    • Notfallkontakte im Handy nicht stummschalten. Klingt banal, ist aber die häufigste Ursache, warum ein Notruf ins Leere läuft.

    Datenschutz: Was Sie bei GPS-Ortung beachten müssen

    Ein Notrufarmband mit GPS erhebt Standortdaten – und zwar personenbezogene. Die DSGVO verlangt hier eine klare Grundlage: Der Träger muss der Ortung zustimmen und verstehen, was erfasst wird. Bei einwilligungsfähigen Senioren ist das eine Frage von fünf Minuten Gespräch; bei demenziell veränderten Menschen wird es rechtlich komplizierter und sollte mit Betreuer oder Betreuungsgericht abgeklärt werden.

    Technisch gilt dasselbe Prinzip, das ich bei Videoüberwachung auch anwende: Datensparsamkeit. GPS nur aktivieren, wenn es einen Anlass gibt – dauerhafte Live-Ortung „weil es geht“ ist weder nötig noch fair gegenüber dem Träger. Zwei der Geräte machen das schon von sich aus richtig: Telekom (GPS nur per App-Freigabe) und one button phone (Auto-Aus nach 30 Minuten).

    Sinnvolle Ergänzungen zum Notrufarmband

    Ein Armband holt Hilfe – es lässt sie aber nicht ins Haus. Genau hier scheitert im Ernstfall die Rettungskette: Der Rettungsdienst steht vor einer verschlossenen Tür und muss sie aufbrechen.

    Fazit: Welches Notrufarmband ist das beste?

    Wenn Zuverlässigkeit über allem steht: das Deutsche Telekom x one Button Phone. Das beste Netz, die einfachste Bedienung, saubere App – und mit dem 30-€-Gutschein liegt der reale Einstiegspreis bei rund 249 €. Der Tarif mit 24 Monaten Bindung ist der Preis dafür, und ich halte ihn für vertretbar.

    Wenn Sturzerkennung gebraucht wird und Abo kein Problem ist: die James B8 – niedrigster Einstiegspreis, EU-weit inklusive Schweiz, echte Sprechverbindung.

    Wenn Sie wirklich ohne Abo fahren wollen, aber nichts vermissen möchten: das one button phone Notfallarmband. Über fünf Jahre gerechnet die günstigste Vollausstattung, mit dem besten Sturzsensor-Konzept und der größten Batterie.

    Wenn es schlicht, robust und billig im Unterhalt sein soll: das tellimed Carino 4G – 7 Tage Akku, IPX6, deutscher Support, eigene SIM. Ohne Sturzsensor, aber mit den mit Abstand niedrigsten Folgekosten.

    Und der wichtigste Satz zum Schluss: Das beste Notrufarmband ist das, das getragen und geladen wird. Ein Gerät mit zehn Funktionen, das in der Schublade liegt, weil es zu klobig ist oder täglich ans Ladekabel muss, rettet niemanden. Wenn Sie unsicher sind, welches Modell zur konkreten Situation passt: Schreiben Sie mir Ihre Frage – ich antworte persönlich, kostenlos und ohne Verkaufsgespräch.

    Häufig gestellte Fragen

    Gibt es ein Notrufarmband für Senioren wirklich komplett ohne Abo?+

    Ohne Hersteller-Abo ja – ohne laufende Kosten nein. Geräte wie das one button phone Notfallarmband oder das tellimed Carino 4G funktionieren mit einer frei gewählten SIM-Karte; Sie zahlen dann nur den Mobilfunktarif (oft 3 bis 5 Euro im Monat) statt einer Hersteller- oder Notrufgebühr. Ganz ohne Mobilfunkverbindung funktioniert kein mobiles Notrufgerät.

    Welches Notrufarmband hat die beste GPS-Ortung?+

    Alle vier Geräte haben GPS. Die James B8 zeigt die Position in Echtzeit auf einer Karte, Telekom und one button phone senden den Standort per SMS als Maps-Link oder über die App. Entscheidend ist weniger der GPS-Chip als die Mobilfunkabdeckung am Ort – ohne Netz wird auch die genaueste Position nicht übertragen.

    Wie lange hält der Akku bei einem Notrufarmband?+

    Ohne aktives GPS liegen die Geräte zwischen etwa 4 und 7 Tagen Standby; das tellimed Carino nennt bis zu 7 Tage. Mit dauerhaft aktivem GPS bricht die Laufzeit stark ein – die Telekom-Uhr geht laut Hersteller von 4 Tagen auf unter 12 Stunden zurück. Deshalb GPS nur bei Bedarf aktivieren.

    Übernimmt die Pflegekasse die Kosten für ein Notrufarmband?+

    Für einen klassischen Hausnotruf mit angeschlossener Leitstelle kann die Pflegekasse bei Vorliegen der Voraussetzungen einen Zuschuss übernehmen. Die hier verglichenen mobilen Amazon-Geräte sind in der Regel keine gelisteten Hilfsmittel und werden deshalb üblicherweise nicht bezuschusst. Klären Sie das vor dem Kauf mit Ihrer Pflegekasse.

    Ist ein Notrufarmband wasserdicht genug fürs Duschen?+

    Das tellimed Carino ist nach IPX6 gegen starkes Strahlwasser geschützt, die anderen Geräte sind spritzwassergeschützt. Zum Duschen oder Baden ist keines der vier Geräte freigegeben – ausgerechnet im Bad, wo die meisten Stürze passieren. Wer diesen Bereich absichern will, braucht zusätzlich einen stationären Hausnotruf mit wasserdichtem Funksender.

    Was passiert, wenn niemand den Notruf entgegennimmt?+

    Bei allen vier Geräten läuft der Notruf als Kaskade an private Kontakte. Nimmt niemand ab, endet die Kette – anders als bei einem Leitstellen-Hausnotruf, wo rund um die Uhr jemand erreichbar ist. Hinterlegen Sie deshalb mindestens drei Kontakte und testen Sie die Kette regelmäßig.

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