CCTV Speicherplatz Rechner – NVR-Festplatte richtig dimensionieren
Berechnen Sie in Sekunden den Speicherbedarf Ihrer Videoüberwachung. Auflösung, FPS, Codec (H.264, H.264+, H.265, H.265+) und Aufbewahrungsdauer — inklusive RAID-Reserve und PDF-Export.
Speicherbedarf berechnen
Schätzt benötigten NVR/Server-Speicher basierend auf Auflösung, FPS, Codec und Aufbewahrungszeit.
Hinweis: Werte sind Richtwerte. Tatsächlicher Bitrate-Verbrauch hängt von Szene, Licht und Encoder-Profil ab.
H.264, H.264+, H.265 und H.265+ im Vergleich
Der Codec entscheidet, wie viel Speicherplatz Ihre Videoüberwachung tatsächlich braucht. Ein falsch gewählter Codec kann den Festplattenbedarf vervierfachen. Kurz zusammengefasst:
| Codec | Typische Bitrate (2 MP) | Speicherersparnis | Empfehlung |
|---|---|---|---|
| H.264 (AVC) | ≈ 4.096 kbps | Referenz (100 %) | Ältere NVR & Kameras |
| H.264+ | ≈ 2.048 kbps | bis −50 % | Hikvision-System ohne HEVC-Lizenz |
| H.265 (HEVC) | ≈ 2.048 kbps | bis −50 % vs. H.264 | Standard für neue 4K/8 MP Kameras |
| H.265+ | ≈ 1.229 kbps | bis −75 % vs. H.264 | Beste Wahl für 24/7-Aufnahme |
Hinweis: Die Smart-Codecs H.264+ und H.265+ sind Hikvision-Erweiterungen (bei Dahua: H.264H / H.265+), die bei statischen Szenen den Datenstrom intelligent reduzieren. Bei viel Bewegung oder starkem Bildrauschen fällt die Ersparnis geringer aus.
Formel: So berechnen Sie den Speicherbedarf einer Videoüberwachung
Diese Formel setzt unser Rechner intern für jede Kamera-Gruppe ein und berücksichtigt zusätzlich den FPS-Faktor, die Aktivitätsrate (Daueraufnahme vs. Bewegungserkennung) sowie einen RAID- und Reserve-Overhead für Dateisystem und Wiederherstellung.
Kein NVR? Dann brauchen Sie die richtige microSD-Karte

Standard-microSD-Karten (SanDisk Extreme, Ultra, No-Name) sind für Fotos und kurze Videos gebaut — nicht für 24/7-Aufnahme in Reolink, Tapo, Eufy oder Hikvision-Kameras. Sie fallen typischerweise nach 3–9 Monaten aus. Für Videoüberwachung gehört eine High-Endurance-Karte in die Kamera:
- Bis zu 100.000 Stunden Aufnahme-Ausdauer
- Konstante Schreibgeschwindigkeit auch bei Dauerbetrieb
- Getestet für Überwachungskameras & Dashcams
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Häufige Fragen zum CCTV-Speicherbedarf
Wie viel TB Speicher brauche ich für 8 Kameras bei 30 Tagen Aufbewahrung?
Bei 8 × 4 MP Kameras mit H.265+, 15 fps und 24/7-Aufnahme liegen Sie bei etwa 4–5 TB für 30 Tage. Mit reiner Bewegungsaufnahme (ca. 40 % Aktivität) sinkt der Bedarf auf rund 2 TB. Nutzen Sie den Rechner oben für Ihr exaktes Setup.
Was ist der Unterschied zwischen H.265 und H.265+?
H.265 (HEVC) ist der Standard-Codec und halbiert die Bitrate gegenüber H.264. H.265+ ist eine Hikvision-Erweiterung, die statische Bildbereiche zusätzlich komprimiert — bei überwiegend ruhigen Szenen sind Ersparnisse von 40–70 % gegenüber reinem H.265 möglich.
Wie lange darf ich Videoüberwachung in Deutschland speichern?
Nach DSGVO gilt der Grundsatz der Datenminimierung. Für private Grundstücke sind 48–72 Stunden üblich, für Firmen und Gewerbe bis zu 10 Tage, im Einzelhandel ausnahmsweise länger, wenn dokumentiert. Der Rechner unterstützt jede Aufbewahrungszeit — Rechtsberatung bleibt individuell.
Warum ist mein tatsächlicher Speicherverbrauch höher als berechnet?
Häufige Ursachen: nachts hohe IR-Bildkörnung erhöht die Bitrate, Regen oder Blattbewegung triggern die Encoder-Kompression, oder der Sub-Stream läuft parallel mit. Planen Sie 20–25 % Puffer ein (bereits im Rechner als Overhead voreingestellt).
microSD oder NVR-Festplatte — was ist besser?
Für 1–2 Standalone-Kameras ist eine High-Endurance-microSD ausreichend. Ab 3 Kameras oder wenn Sie zentrales Backup und RAID-Sicherheit brauchen, ist ein NVR mit WD-Purple- oder Seagate-SkyHawk-Festplatte langfristig günstiger und zuverlässiger.
