
eufyCam C37 oder Reolink Argus PT Ultra? Ehrlicher 4K-vs-2K-Vergleich 2026
eufyCam C37 gegen Reolink Argus PT Ultra mit Solarpanel: 2K vs echtes 4K, 360°-KI-Tracking vs 355° Pan/140° Tilt, Speicher ohne Abo, Nachtsicht, Akku und Solar, App und DSGVO – mit klarer Kaufempfehlung aus der Praxis.
eufyCam C37 oder Reolink Argus PT Ultra? Genau diese zwei Kameras landen 2026 ständig nebeneinander im Warenkorb: beide kabellos, beide mit Akku und Solar, beide schwenkbar, beide ohne Abo-Zwang. Und trotzdem sind es zwei sehr unterschiedliche Kameras.
Ich montiere beide Bauarten regelmäßig – die eufy meistens dort, wo Familien einen sauberen App-Alltag und lokale Speicherung wollen, die Reolink dort, wo es um Details geht: Kennzeichen, Gesichter, Einfahrt, größere Grundstücke. Hier bekommst du keine Datenblatt-Nacherzählung, sondern eine klare Kaufentscheidung.
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Kurzantwort: Welche der beiden solltest du kaufen?
- Du willst maximale Bildschärfe und Details (Einfahrt, Hof, Kennzeichen): Reolink Argus PT Ultra + Solarpanel – echtes 4K mit 3840×2160 (8 MP), 355° Schwenk und 140° Neigung, microSD bis 512 GB.
- Du willst automatisches Tracking, einfache App und Familien-Setup: eufyCam C37 – 2K, 360°-KI-Tracking mit Pan & Tilt, abnehmbares 3-W-Solarpanel, lokal ohne Abo.
- Du willst beides abdecken: eine Reolink an die Einfahrt (Details) und eine eufy an Terrasse oder Seiteneingang (Übersicht + Tracking). Das ist die Kombination, die ich in der Praxis am häufigsten aufbaue.
Reolink Argus PT Ultra: die 4K-Karte

Die Argus PT Ultra ist Reolinks erste 4K-Akku-Kamera mit Pan/Tilt. Der Sensor ist ein 1/2,7-Zoll-CMOS, aufgezeichnet wird mit 3840×2160 Pixeln (8 MP) bei 15 Bildern pro Sekunde in H.265. Das Sichtfeld ist mit 90° horizontal bewusst enger als bei typischen Weitwinkel-Akkukameras – genau das sorgt für die hohe Pixeldichte pro Meter, die du brauchst, wenn ein Gesicht oder ein Kennzeichen erkennbar sein soll.
- Auflösung: 3840×2160 (8 MP) @ 15 fps, H.265
- Sichtfeld: 90° horizontal, 47° vertikal, 110° diagonal (Festobjektiv)
- Schwenken/Neigen: Pan 355°, Tilt 140°, bis zu 32 Preset-Positionen + Patrouille
- Nachtsicht: Infrarot bis ca. 10 m (14 IR-LEDs, 850 nm) oder Farb-Nachtsicht mit 2 Spotlights (je 2,4 W, 6500 K)
- Erkennung: PIR-Sensor bis 10 m, 120° horizontal, dazu Personen-, Fahrzeug- und Tiererkennung
- WLAN: Dual-Band 2,4 GHz und 5 GHz
- Strom: 21,6-Wh-Akku, Solarpanel (im Set enthalten), Laden per USB-C
- Speicher: microSD bis 512 GB, optional Reolink Home Hub oder NVR/FTP
- Robustheit: IP65, -10 °C bis +55 °C, Ø 98 × 122 mm, 481 g, 2 Jahre Garantie
eufyCam C37: die Tracking-Karte

Die C37 ist eufys Antwort auf „eine Kamera, keine toten Winkel“. Sie löst mit 2K auf – also klar weniger Pixel als die Reolink – kann dafür aber 360° schwenken und hält Personen per KI-Tracking automatisch im Bild. Das ist im Alltag der größte Unterschied: Reolink zeigt dir mehr Details in einem festen Ausschnitt, eufy folgt dem Ereignis.
- Auflösung: 2K mit Farb-Nachtsicht über integriertes Spotlight
- Bewegung: 360° Schwenken mit Neigefunktion, automatisches KI-Personen-Tracking
- Strom: Akku mit abnehmbarem 3-W-Solarpanel – Panel und Kamera lassen sich getrennt ausrichten
- Speicher: microSD bis 256 GB (nicht enthalten) oder über HomeBase
- Wichtig: kompatibel nur mit HomeBase Mini und HomeBase 3 – nicht mit HomeBase 2 und nicht mit Apple HomeKit
- Montage: laut Hersteller kopfüber montieren (Objektiv nach unten), damit das Bild richtig steht
- Kosten: keine Cloud-Gebühren, alle Funktionen ohne Abo nutzbar
Direktvergleich: eufyCam C37 vs Reolink Argus PT Ultra
Bildqualität: Was 4K gegen 2K in der Praxis wirklich bringt
Die ehrliche Rechnung: 4K liefert rund viermal so viele Pixel wie Full HD, 2K etwa 1,8-mal. Entscheidend ist aber nicht die reine Zahl, sondern Pixel pro Meter am Zielobjekt. Die Reolink hat 8 MP auf nur 90° Sichtfeld verteilt – die eufy 2K auf ein deutlich weiteres Bild. Auf 10 Metern Entfernung ist der Unterschied bei Gesichtern und Kennzeichen deshalb größer, als die Zahlen vermuten lassen.
Praktisch heißt das: Identifizieren (Wer war das? Welches Kennzeichen?) → Reolink. Erkennen und Verfolgen (Da ist jemand, wo läuft er hin?) → eufy. Wie viele Kameras du wirklich brauchst und welche Brennweite welche Distanz abdeckt, kannst du vorher mit meinem CCTV-Abdeckungsplaner durchspielen.
Speicher & Folgekosten: beide ohne Abo – aber nicht gleich
Beide Kameras zeichnen lokal auf, beide brauchen kein Abo. Der Unterschied liegt im Ausbau: Die Reolink nimmt microSD-Karten bis 512 GB und lässt sich später an einen Home Hub oder ein NVR/FTP-Ziel hängen. Die eufy ist bei 256 GB gedeckelt, kann dafür aber über die HomeBase zentral speichern – praktisch, wenn du mehrere eufy-Kameras betreibst.
Wichtig bei beiden: Nimm High-Endurance-Karten, keine normalen Handy-Karten. Warum das kein Marketing ist, erkläre ich im Beitrag microSD-Karte für Überwachungskameras. Wie viel Speicher deine Auflösung frisst, rechnet dir der CCTV-Speicherplatzrechner in 30 Sekunden aus.
Akku & Solar: Wer hält länger durch?
Die Argus PT Ultra hat einen 21,6-Wh-Akku und wird mit Solarpanel geliefert; geladen wird alternativ per USB-C. Die C37 arbeitet mit einem abnehmbaren 3-W-Panel – der größte Vorteil ist, dass du Panel und Kamera getrennt ausrichten kannst. Genau daran scheitern die meisten Solar-Installationen: Die Kamera zeigt nach Norden zum Grundstück, das Panel braucht aber Süden.
Realistische Erwartung für Deutschland: Von November bis Januar reicht die Sonne bei beiden Modellen oft nicht für echten Dauerbetrieb, wenn viele Ereignisse aufgezeichnet werden. Plane einmal pro Winter ein Nachladen ein – oder hänge die Kamera an eine feste Stromquelle. Wer dauerhaft ohne Akkusorgen arbeiten will, fährt mit PoE besser: siehe PoE-Rechner.
App, Familie & Alltag
Die eufy Security App ist die aufgeräumtere von beiden und für Familien angenehmer – Freigabe an ein zweites Handy ist schnell erledigt, Schritt für Schritt beschreibe ich das in der Anleitung: eufyCam C37 mit zwei Handys verbinden. Die Reolink App bietet dafür mehr Stellschrauben: Empfindlichkeit, Zeitpläne, Presets, Patrouille, FTP. Wenn du gern selbst justierst, wirst du bei Reolink glücklicher – so richtest du Fernzugriff und zweites Handy ein.
DSGVO: Das gilt für beide
Lokale Speicherung ist der große Vorteil beider Kameras – aber sie ersetzt keine saubere Ausrichtung. Nachbargrundstück und öffentlicher Gehweg dürfen nicht im Bild sein; Privatzonen in der App sind Pflicht, sobald es eng wird. Bei Pan/Tilt-Kameras gilt das doppelt, weil der Schwenkbereich mit erfasst wird. Details im Ratgeber DSGVO-konforme Kameraüberwachung im Privathaus – ein passendes Hinweisschild erstellst du kostenlos mit dem DSGVO-Schild-Generator.
Mein Fazit aus der Praxis
Wenn ich nur eine der beiden Kameras kaufen dürfte und sie an die Einfahrt kommt, nehme ich die Reolink Argus PT Ultra mit Solarpanel. Echtes 4K, 5-GHz-WLAN, 512 GB Speicher und der enge 90°-Blickwinkel machen sie zur Kamera, mit der du Vorfälle wirklich beweisen kannst – und das ist am Ende der Zweck der Übung.
Kommt die Kamera dagegen an Terrasse, Garten oder Hauseingang und soll vor allem zuverlässig melden und mitschwenken, ist die eufyCam C37 die entspanntere Wahl: einfachere App, sauberes Tracking, flexibles Solarpanel, klar günstiger. Beide Modelle kosten dich null Euro im Monat – und genau das ist 2026 das stärkste Argument gegen jedes Abo-System.
Weiterlesen: Überwachungskamera ohne Abo 2026, Reolink oder EZVIZ im Vergleich und Eufy oder Tapo.
Häufig gestellte Fragen
Ist die Reolink Argus PT Ultra wirklich 4K?+
Ja. Sie nimmt mit 3840×2160 Pixeln (8 Megapixel) bei bis zu 15 Bildern pro Sekunde in H.265 auf, Sensor ist ein 1/2,7-Zoll-CMOS. Die eufyCam C37 löst demgegenüber mit 2K auf.
Braucht die eufyCam C37 eine HomeBase?+
Nein, sie kann direkt auf eine microSD-Karte bis 256 GB aufzeichnen. Wenn du eine HomeBase nutzen willst, ist sie ausschließlich mit HomeBase Mini und HomeBase 3 kompatibel – nicht mit HomeBase 2 und nicht mit Apple HomeKit.
Welche Kamera hat den größeren Schwenkbereich?+
Die eufyCam C37 schwenkt volle 360 Grad, die Reolink Argus PT Ultra 355 Grad bei 140 Grad Neigung. Der Unterschied ist in der Praxis vernachlässigbar – wichtiger ist, dass Reolink bis zu 32 Presets und eine Patrouillenfunktion bietet.
Reicht das Solarpanel in Deutschland ganzjährig?+
Von Frühjahr bis Herbst in der Regel ja, wenn das Panel frei nach Süden zeigt. In den dunklen Wintermonaten mit vielen Aufzeichnungen kann bei beiden Modellen ein Nachladen nötig werden. Der Vorteil der C37: Das 3-W-Panel ist abnehmbar und lässt sich unabhängig von der Kamera ausrichten.
Welche microSD-Karte soll ich nehmen?+
Bei beiden Kameras eine High-Endurance-Karte, die für Dauerschreiben ausgelegt ist. Die Reolink unterstützt bis 512 GB, die eufyCam C37 bis 256 GB. Normale Handy-Karten fallen im Dauerbetrieb typischerweise nach wenigen Monaten aus.
Sind beide Kameras DSGVO-konform nutzbar?+
Ja, sofern du ausschließlich dein eigenes Grundstück filmst, Privatzonen setzt und ein Hinweisschild anbringst. Beide speichern lokal, was die datenschutzrechtliche Bewertung deutlich vereinfacht.



