
Reolink Set oder eufyCam Set? 4er-Solar-Sets im Vergleich 2026
Reolink Home Hub Mini + 4× Argus PT Lite gegen das eufyCam 4er-Pack mit HomeBase: Auflösung, 360°-Schwenk, lokaler Speicher ohne Abo, Installationsaufwand und 5-Jahres-Kosten – mit klarer Kaufempfehlung.
Reolink-Set oder eufyCam-Set? Das sind aktuell die zwei meistverkauften Solar-Komplettsets für den Außenbereich – beide komplett kabellos, beide mit Zentrale (Hub bzw. HomeBase), beide ohne Abo. Ich werde fast wöchentlich gefragt, welches der beiden man nehmen soll. Hier ist meine ehrliche Antwort aus der Praxis: was besser ist, was sich rechnet und was man in einem Nachmittag alleine montiert bekommt.
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Kurzantwort: Welches Set ist besser?
- Preis-Leistung, einfachste Installation, größter Speicher-Spielraum: das Reolink-Set: Home Hub Mini + 4× Argus PT Lite + Solarpanel Lite. Vier schwenkbare 2K-Solarkameras, ein winziger Hub mit verschlüsseltem microSD-Speicher, keine Gebühren. Für die meisten Einfamilienhäuser das rundere Paket.
- Besseres Ökosystem und stärkere lokale KI: das eufyCam 4er-Set mit HomeBase-Anbindung. HomeBase 3 erkennt Personen per Gesichtsabgleich (BionicMind), lässt sich um eine interne Festplatte erweitern und bindet fast alle eufy-Geräte ein – kostet aber mehr.
- Beide ohne Abo. Aufzeichnung läuft lokal. Cloud ist bei beiden optional und für den normalen Betrieb nicht nötig.
- Beide 100 % kabellos (Akku + Solar) – es braucht weder Steckdose noch Netzwerkkabel an der Kameraposition.
Reolink Home Hub Mini + 4× Argus PT Lite + Solarpanel Lite

- Auflösung: 2K (2560 × 1440, 4 MP) pro Kamera – deutlich mehr Detail als die immer noch verbreiteten 1080p-Sets.
- Schwenk & Neige: ca. 355° horizontal, ca. 50° vertikal – damit deckt eine Kamera eine komplette Hausecke ab.
- Stromversorgung: integrierter Akku plus mitgeliefertes Solarpanel Lite. An einer halbwegs besonnten Wand läuft die Kamera ganzjährig autark.
- WLAN: 2,4 GHz (kein 5 GHz) – klingt nach Nachteil, ist bei Außenkameras aber ein Vorteil: 2,4 GHz kommt besser durch Wände und trägt weiter.
- Nachtsicht: Infrarot, also Schwarz-Weiß. Wer Farbnachtsicht mit Scheinwerfer will, braucht die größeren Modelle (z. B. Argus PT Ultra).
- KI-Erkennung: unterscheidet Personen, Fahrzeuge und Tiere – das reduziert Fehlalarme durch Katzen und Äste massiv.
- Home Hub Mini: zentrale Verwaltung aller vier Kameras, verschlüsselte lokale Aufzeichnung auf microSD (bis 512 GB), Wiedergabe über einen Zugriffspunkt statt vier einzelner Kameras.
Der Hub ist der eigentliche Grund, warum ich dieses Set mag. Ohne Hub muss man bei Akkukameras jede Kamera einzeln aufrufen, jede hat ihre eigene Karte, jede ihren eigenen Zeitstrahl. Mit dem Home Hub Mini gibt es eine Timeline für alle vier Kameras – und der Speicher ist AES-verschlüsselt, was bei DSGVO-Fragen ein sauberes Argument ist.
eufyCam 4er-Pack mit HomeBase

- 360°-Abdeckung: die Kameras schwenken und neigen, eufy wirbt bewusst mit „keine toten Winkel“ – in der Praxis heißt das: eine Kamera pro Gebäudeseite reicht meistens.
- Auflösung: eufy führt die Sets je nach Variante in 2K und 4K. Vor dem Kauf unbedingt in der Artikelbeschreibung prüfen, welche Variante im Warenkorb liegt – die Bezeichnungen ähneln sich stark.
- Stromversorgung: Akku plus Solarpanel, ebenfalls komplett kabellos.
- WLAN: 2,4 GHz.
- HomeBase 3: lokaler Speicher direkt in der Zentrale (16 GB eingebaut), per interner Festplatte auf bis zu 16 TB erweiterbar – das ist der größte technische Unterschied zum Reolink-Hub.
- BionicMind (lokale Gesichtserkennung): die HomeBase lernt bekannte Gesichter und meldet „unbekannte Person“ statt nur „Bewegung“. Die Verarbeitung läuft lokal, nicht in der Cloud.
- Kein Abo nötig – eufy Cloud ist optional.
Ehrlich gesagt: die HomeBase 3 ist das stärkere Stück Technik. Wenn du planst, später Türklingel, Innenkameras oder ein Smart Lock von eufy dazuzunehmen, hängt das alles an derselben Zentrale. Das Reolink-Ökosystem ist geschlossener und stärker auf Kameras fokussiert.
Die Vergleichstabelle
Was ist einfacher zu installieren?
Beide Sets montiert ein handwerklich normal begabter Mensch ohne Elektriker: Halterung anschrauben, Kamera aufsetzen, Solarpanel nach Süden ausrichten, per App koppeln. Kein Kabelkanal, keine Kernbohrung, kein PoE-Switch. Wer wissen will, wie eine verkabelte Alternative aussieht, findet das in meinem PoE-Kamera-Ratgeber.
- Reolink ist minimal schneller fertig. Der Home Hub Mini kommt an eine Steckdose im Haus, microSD rein, Kameras nacheinander koppeln. Ich rechne mit 20–30 Minuten pro Kamera inklusive Ausrichten.
- eufy braucht einen Schritt mehr: HomeBase 3 ans Netzwerk (LAN empfohlen), Kameras koppeln, Gesichter anlernen. Das Anlernen der Gesichtserkennung ist der Teil, der Zeit frisst – aber es lohnt sich.
- Der eigentliche Zeitfresser ist bei beiden dasselbe: die richtige Montagehöhe. Ich montiere Solar-PT-Kameras auf 2,8 bis 3,2 m – hoch genug gegen Vandalismus, tief genug für erkennbare Gesichter. Höher heißt fast immer: du filmst nur noch Scheitel.
Bevor du bohrst: mit meinem kostenlosen CCTV-Abdeckungsplaner kannst du die Kamerapositionen vorher auf dem Grundriss durchspielen.
Was lohnt sich mehr – die 5-Jahres-Rechnung
Der entscheidende Punkt bei beiden Sets: kein Abo. Genau das macht sie gegenüber Ring oder Nest so stark. Zur Einordnung, was vier Kameras über fünf Jahre kosten, wenn ein Abo dranhängt:
Heißt konkret: Der höhere Einstiegspreis des eufy-Sets ist nach ein paar Jahren irrelevant – aber gegenüber einem Abo-System sparen beide Sets über fünf Jahre den Preis eines kompletten weiteren Kamerasets. Wie sich die Speicherkosten im Detail verhalten, habe ich im NVR vs. DVR vs. Cloud-Vergleich durchgerechnet.
Nicht vergessen: Beim Reolink-Set brauchst du eine High-Endurance-microSD für den Hub – normale Handy-Karten sterben im Dauerbetrieb. Welche halten, steht in meinem Test der Top 5 microSD-Karten für Überwachungskameras.
DSGVO: Das gilt für beide Sets
- Nur das eigene Grundstück filmen. Gehweg, Straße und Nachbargrundstück gehören ausgeblendet – beide Systeme bieten Privatsphäre-Zonen.
- Vorsicht bei schwenkbaren Kameras: Eine PT-Kamera kann durch Auto-Tracking über die Grundstücksgrenze schwenken. Schwenkbereich begrenzen und Zonen setzen.
- Hinweisschild an der Grundstücksgrenze – kostenlos erzeugen kannst du es mit meinem DSGVO-Hinweisschild-Generator.
- Mehr dazu im Ratgeber DSGVO-konforme Videoüberwachung.
Meine Empfehlung nach Anwendungsfall
- Einfamilienhaus, vier Ecken, kein Kabel, kleinstes Budget: Reolink Home Hub Mini + 4× Argus PT Lite. Bestes Verhältnis aus Preis, Bild und Aufwand.
- Du willst später ausbauen (Türklingel, Innenkamera, Smart Lock) und Gesichtserkennung nutzen: eufyCam 4er-Set.
- Du brauchst viel Archiv (Wochen statt Tage): eufy mit HomeBase 3 und interner Festplatte.
- Du willst maximale Bildqualität statt Set-Preis: dann eher Einzelkameras – siehe eufyCam C37 vs. Reolink Argus PT Ultra.
Weitere Vergleiche, die dazu passen
- eufy oder Reolink Outdoor-Kamera im Vergleich
- Reolink Home Hub Mini + 2× Argus PT Lite im Test
- Überwachungskamera ohne Abo – die besten Modelle 2026
- Reolink oder Ring – was ist besser?
Fazit: Reolink gewinnt beim Preis, eufy beim Ausbau
Wenn du heute vier Ecken deines Hauses kabellos, ohne Abo und ohne Handwerker absichern willst, ist das Reolink-Set mit Home Hub Mini die vernünftigere Wahl: schneller montiert, günstiger, verschlüsselter lokaler Speicher, keine Folgekosten. Das eufyCam-Set ist das bessere Fundament, wenn dein Zuhause über die Jahre ein komplettes System werden soll – die HomeBase 3 mit lokaler Gesichtserkennung und Festplattenerweiterung hat technisch schlicht mehr Substanz.
Beide Sets haben denselben, sehr sympathischen gemeinsamen Nenner: Du zahlst einmal, nicht jeden Monat.
Häufig gestellte Fragen
Reolink-Set oder eufyCam-Set – was ist besser?+
Für die meisten Einfamilienhäuser ist das Reolink-Set mit Home Hub Mini und 4× Argus PT Lite die bessere Wahl: günstiger, schneller montiert, verschlüsselter microSD-Speicher bis 512 GB und keine Folgekosten. Das eufyCam-Set lohnt sich, wenn du später weitere eufy-Geräte einbinden willst oder lokale Gesichtserkennung über die HomeBase 3 brauchst.
Brauche ich bei diesen Sets ein Abo?+
Nein. Beide Sets zeichnen lokal auf – Reolink auf microSD im Home Hub Mini, eufy auf der HomeBase. Cloud-Abos sind bei beiden Herstellern optional und für den normalen Betrieb nicht notwendig.
Welches Set ist einfacher zu installieren?+
Beide sind komplett kabellos und in wenigen Stunden montiert. Reolink ist minimal schneller, weil nur der Hub an eine Steckdose muss und die Kameras direkt gekoppelt werden. Bei eufy kommt das Anlernen der Gesichtserkennung als zusätzlicher Schritt dazu.
Wie viel Speicher brauche ich für vier Kameras?+
Bei ereignisbasierter Aufzeichnung reichen 256 GB im Reolink-Hub für rund zwei bis vier Wochen. Wer längere Archive braucht, ist mit der HomeBase 3 und interner Festplatte besser bedient.
Funktionieren die Solarkameras auch im deutschen Winter?+
Ja, wenn das Panel frei nach Süden zeigt und nicht verschattet ist. Bei ereignisbasierter Aufzeichnung reichen wenige Stunden diffuses Tageslicht. Kritisch wird es nur bei stark frequentierten Positionen mit vielen Aufnahmen pro Tag – dort lade ich den Akku im Dezember gelegentlich nach.
Sind die Sets DSGVO-konform einsetzbar?+
Ja, solange nur das eigene Grundstück erfasst wird. Bei schwenkbaren Kameras Privatsphäre-Zonen setzen und den Schwenkbereich begrenzen, dazu ein Hinweisschild an der Grundstücksgrenze anbringen.



